Anja Stöppler

Der November im Wandel der Zeit

Novembertag

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,

drängt die Welt nach innen;

ohne Not geht niemand aus;

alles fällt in Sinnen.

 

Leiser wird die Hand, der Mund,

stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund

träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern (1871-1914)

 

November – Rückzug des Lebens zu den Wurzeln  –  Zeit des Loslassens

Still und leise zieht der November mit seinem dichten, weichen, weiten Nebelumhang über das Land und bringt die Natur zur Ruhe. Herbstkräftige Winde fegen die letzten Blätter von den Bäumen. Abgestorbenes und Überflüssiges tragen die Winde mit sich fort. Kahle Bäume im nassgrauen Nebellicht stehen wie Spukgestalten im tropfenden Grau. Die Erde riecht nach Moder, Humus und Verfall. In den dichten Nebeln verschwimmen die klaren Konturen, im Dunkeln verwebt sich alles miteinander zu einem einzigen Einssein. Fast unwirklich erscheint die Welt, die Grenzen zu den Anderswelten werden durchlässiger. Andere Welten und andere Bewusstseinsebenen rücken in unser Sichtfeld. Im Schutz des Nebels wagt sich heraus, was sonst unsichtbar verweilt.

Auch unsere Ahnen rücken wieder näher an uns heran. Es lohnt ihnen zu lauschen, sich dem zu öffnen, was sie uns mitzuteilen haben. Im altgermanischen hieß der Monat November „Einheriar“ und später Nebelmond. Weitere alte deutsche Namen für den November sind Windmond, Wintermonat und Nebelung. Einheriar hieß auch das wichtigste Fest der Germanen im Monat November, das Totenfest. Bei diesem Fest wird der Verstorbenen gedacht und ihr Leben besinnlich und auch ausschweifend gefeiert. Bis heute hat sich der November als Trauermonat mit zahlreichen Totengedenktagen gehalten. Es ist eine gute Zeit Gräber zu pflegen, Ahnengedecke aufzulegen und unseren Vorfahren zu zeigen, dass wir an sie denken und sie ehren. Wie auch immer sie waren – nur durch sie ist unser eigenes Leben möglich geworden.

Mit dem Rückzug des Lebens nach innen, zeigt sich uns die Vergänglichkeit, der Tod. Das Leben, das geboren war, kehrt dorthin zurück, wo es hergekommen war. Die Stille, die nach dem Tod bleibt, begleitet uns durch die kommende Zeit. Die Stille lässt uns wachsen, sie bringt uns die Bereitschaft zum inneren Lauschen, sie macht uns wacher und aufmerksamer für das Ungewöhnliche, das Unerwartete und hilft uns, unsere intuitiven Fähigkeiten wachsen und gedeihen zu lassen.

Der November empfängt uns in der dunklen Jahreszeit. Er erzählt von Raureif, Nebel und stillen Tagen – bis hin zu den Raunachts und/ oder Adventsvorbereitungen.Mit dem November geht es hinein in den Winter, hinein in die kurzen Tage und die langen Nächte. Hinein in unsere tiefen inneren Wahrnehmungen. Zeit sich die Schattenseiten zu betrachten. Sie zu sehen zu erkennen, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, um sie zu erlösen, zu heilen, leicht und hell werden zu lassen. Hier finden wir das Futter, die Basis und Kraft, um unser Potenzial wachsen und gedeihen zu lassen.

Diese Kraft der Zeitqualität zeigt sich auch im herrschenden Sternzeichen Skorpion. Der Skorpion ist zugleich Symbol des Todes und Beschützer des Lebens, auch er zeigt uns die Zeit der Innensicht an, denn Skorpion Kraft führt uns in die Tiefe. Mit der Energie des Loslassens und Vergehens ist der November emotional oftmals ein schwieriger Monat für einige Menschen. Allerdings können wir diese besondere Zeit sehr gut dafür nutzen alte ungeliebte Gewohnheiten und Ballast abzuwerfen, um dann mit leichterem Gepäck weiter voranzuschreiten!
Auch wenn das Alles nicht immer schmerzfrei vonstattengeht – es ist eine kostbare Zeit, die uns zu unserer innersten Essenz, unserem größten Potential führen kann.

Wer sich in die Ruhe begibt und aus dem Inneren Lauschen nach Außen blickt, vermag die Novemberfee mit ihrem silbergrauen Umhang und zahllosen Glitzerperlen über das Land ziehen sehen. Sie singt ein zartes, feines Lied des Trostes, des Empfangens unserer Träume …und lädt uns ein zu rasten und zu ruhen.

LOSLASSEN. STERBEN. NACH INNEN GEHEN. WEISHEIT SAMMELN UND DEM LEISEN FLÜSTERN DER NEBELIGEN NOVEMBERTAGE LAUSCHEN. DAS LICHT IN DIR ANZÜNDEN.

Auch im November biete ich euch Möglichkeiten Lichtpunkte in den Alltag zu setzen, um das Herz und die Laune zu erhellen, für zauberhafte Stimmung zu sorgen. Von der Honigmassage bis zur Fernheilsitzung mit Inka Medizin ist für jeden was dabei.

Lasst es euch gut gehen!
Bis bald
Eure
Anja

Baumgeflüster Edelkastanie
-Online –
am Dienstag, den 23.11.2021, um 19 Uhr

Die Edelkastanie lässt uns an kalte Winterabende am warmen Ofen mit heißen Kastanien zwischen den Fingern denken. Hildegard von Bingen liebte es sie zur Rekonvaleszenz nach überstandener Krankheit einzusetzen. Was die Edelkastanie noch alles in petto hat – davon lasst euch an diesem Abend überraschen!
Es wird wieder Geschichten rund um den Baum geben und anschließend eine geführte Klangmeditation.

Teilnahmegebühr sind 25 Euro / pro Person
Wir treffen uns in einem zoom Raum. Den link hierzu sende ich euch nach Anmeldung zu.

Teilnahmegebühr: 25,- Euro / pro Person

Den Link zum Zoom Meeting sende ich euch nach Anmeldung vorher zu:

Event auf Facebook

Auf der Webseite findet ihr auch schon die Ankündigung für die 9 Bäume des nächsten Jahres 2022. Vielleicht wollt ihr schon mal schauen, welcher eurer Lieblingsbäume dabei sein wird – oder wer Potential hat zu einem eurer Lieblingsbäume zu werden …

Kräuterjahreskurs 2022 – bitte jetzt anmelden

Auch im nächsten Jahr wollen wir 1x im Monat zusammen kommen, um tief in die Welt der Botanik und Kräuterkunde einzutauchen.

Wir beginnen mit der Geschichte der Botanik und botanischen Grundbegriffen, schauen uns die Pflanzenfamilien und ihre Inhaltsstoffe an. Ergänzen das Bild der stofflichen Pflanze mit der Betrachtungsweise aus der Signaturen- und der Elementelehre. Machen Ausflüge in die Astrologie und lassen uns von herausragenden Kräuterkundigen wie Paracelsus und Hildegard von Bingen inspirieren. Nehmen uns viel Zeit für unsere Küchenkräuter und -gewürze und werden auch einen Termin den Räucherkräutern widmen. Praktische Tipps zum Sammeln-Trocknen-Verarbeiten und Aufbewahren sind ebenso Bestandteil des Jahreskurses, wie das Fühlen – Spüren – Erkennen und das ganzheitliche Erleben der Pflanzen. Mit Übungen nähern wir uns den Pflanzengeistern an. Lauschen Geschichten der Totemischen Pflanzenkunde und anderen Spezialisierungen.


Melde dich bei mir, wenn du dabei sein möchtest!

Mehr Informationen findest du hier:
Zum Kräuterjahreskurs

Neues aus der Schamanischen Kunstwerkstatt

Es sind neue Trommeln, Räucherfedern, Rasseln und Kuhhornrasseln entstanden. Wir freuen uns, wenn ihr uns besuchen kommt oder wir euch Fotos schicken können, um all die Schönheit in die Welt zu bringen! 

 

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